Entries tagged as stressiger kunde
Mittwoch, 23. Januar 2008
Man muss Prioritäten setzen
Es gibt viele Dinge die im Leben wirklich wichtig sind. Dass man genug zu essen und zu drinken hat, ein warmes und gemütliches Zuhause, Menschen um einen rum die einen lieben und schätzen so wie sie sind. Jeder wünscht sich dass das Hungerleiden in der dritten Welt endlich beendet wird. Weihnachten wird immer kräftig gespendet, beziehungsweise wird es um diese Zeit immer publik gemacht.
Um was sich viele Leute immer einen Kopf machen ist teilweise unverständlich. Heute war eine Dame bei mir, die mich gebeten hat, wortwörtlich: Können sie sich bitte dafür einsetzen, dass auf den Zündholzpäckchen wieder diese schönen Motive abgebildet werden. Wenn man diese irgendwo hinlegt sieht dass grässlich aus. Es waren übrigens Zünder auf denen ein Firmenlogo abgebildet war!
Ich wollte etwas darauf sagen, aber ich hielt mich zurück, ich wollte sie fragen, ob sie trotzdem ihren Zweck erfüllen?! Denn dass ist wichtig. Wenn sie nämlich nicht anzuzünden wären, wäre es ein Problem.
Aber was auf den Schachteln abgebildet ist, ist mir ehrlich gesagt schnurz egal!
Es gibt viele Dinge für die ich mich einsetze. Dass meine Tochter einen sicheren Schulweg hat, dass sie gesund isst und dass ich immer genug Zeit für sie habe. Wichtige Dinge eben!
Die Leute müssen wieder mehr auf einander zu gehen, und vor allem zusammen halten. Beziehungen werden begonnen, und bei dem kleinsten Streit wieder beendet. Kontakte zu Freunden werden abgebrochen weil man nicht so springt wie sie es wollen. Wer weiß schon wer sein Nachbar ist, was er macht oder wie er lebt!?
Ein einfaches "Hallo" würde oft schon reichen. Man bemerkt und wird bemerkt!
Samstag, 5. Januar 2008
Grüß Gott
Die Föhnfrisur
Mittwoch, 2. Januar 2008
Der Hipp Man
Mein erstes, mir immer bleibendes Kunden Erlebniss hatte ich unmittelbar in meinen ersten Arbeitstagen in einer neuen Firma.
Ich saß an der Kasse, als meine Arbeitskollegin von der Seite hersprang, den Zeigefinger auf eine männliche Peron gerichtet, und mir zuflüsterte:" Bei dem musste aufpassen!"
Ehe ich fragen konnte wie sie dass meine, war sie auch schon wieder weg.
Ich kassierte so vor mich hin, als ER plötzlich da war, seine Sachen wie jeder andere auf das Laufband legte und mich mit einem bösen Blick ansah.
O.k. dachte ich mir, er kann mich ja nicht fressen. Ich fing an seine Sachen, Hipp Gläser, Windeln und Schnuller ( dieser Mann war sicher schon über 60) über den Scanner zu ziehen. Nichtsahnend fragte ich dann ganz höflich ob er nicht eine Tüte für seine Einkaufssachen brauche? Dass war zuviel!
ER plüsterte sich auf, sah mich mit feurig roten Augen an, und legte lautstark los:
" Sie sind wohl nicht ganz dicht, was glauben sie denn wie ich die Sachen ins Auto bekomme, wieso denken sie denn nicht bevor sie sprechen?"
Ich saß da wie versteinert. Wie soll ich jetzt reagieren? Soll ich was drauf sagen, was soll ich drauf sagen? Sollte ich auch los brüllen, dass er sich seine Tüte über den Kopf ziehen soll und zehn mal ein und ausatmen muß!? Nein dachte ich mir, ich bleibe ruhig und lasse mich nicht auf sein Nivou runter.
Er meckerte noch lange vor sich hin, vielleicht wollte er auch dass ich reagiere. Es gibt ja auch Menschen die schlecht gelaunt durch die Gegend laufen, und einfach kein Ventil für ihren Frust finden, aber dieses Ventil sind wir Verkäuferinnen ganz bestimmt nicht.
Meine Kollegin stellte ich dann auch zur Rede, wenn sie ja weiß wie er ist, hätte sie mir helfen können. Sie meinte nur trocken: "Wir wollten wissen wie du auf IHN reagierst!"Nett dachte ich mir. Wo bin ich denn hier gelandet! In einer Freak Show?!

